Burg-Erstürmung
Mit Printen gestärkt die Monschauer Burg erstürmen
Die Burg aus dem 12. Jahrhundert gab der Stadt ihren Namen. Bis 1918 hieß die Stadt Montjoie, das
heißt aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt "Berg der Freude".
- Wo liegen BURGEN? Damit man sie besser verteidigen kann, liegen sie entweder ...... oder ...... !
- Wie heißt das Ding ganz genau, welches der Ritter zu seinem Schutz beim Angriff auf eine
Burg in der rechten Hand führen / tragen m u s s , der Schild oder das Schild?
- Wie nennt man die kleinen "Löcher" in einer Burgmauer, aus denen hearus geschossen wird? ......
- Woher bekommen die Begriffe / Redewendungen: "Pech haben", "ein Pechvogel / Pechhuhn" sein?
Heute gibt es andere Dinge, die man mit dem Namen Monschau verbindet:
Das Weihnachtsgebäck "Printen" z.B. . Sehr oft riecht die ganze Stadt nach Weihnachten
(Printenhaus Kiesbye). Gestärkt mit
diesen Printen können Kinder bei Ausflügen mit der Familie, der Gruppe, der Klasse, aber
natürlich auch Junggebliebene die Monschauer Burg erstürmen.
- Ausgangspunkt ist der Eingang der Glashütte bzw. des Handwerkermarktes
(Monschauer Handwerkermarkt)
am großen Parkplatz Burgau. Von dort kann man sehr schön sehen, dass die Burg oben auf einem Berg
liegt und zumindest von dieser Seite uneinnehmbar ist. Weiter geht es dann zum "Haus am Turm",
das ein lebensgroßer Ritter und ein kleines Bild der Burg – beides aus Mosaiksteinchen bzw. Keramik –
zieren. Durch die Kirchstraße geht es nunmehr zum Grafenkeller im Hotel und Restaurant
Graf Rolshausen, dessen Besitzer
an den Wochenenden Rittermahle anbietet.

- Bevor es dann erstmals viele Stufen bergauf geht, erhalten die Kinder entweder am Knusperhäuschen
oder am Printenhaus zur Stärkung Printen mit auf den Weg, denn so eine Erstürmung macht hungrig.
Im Schatten der Häuser geht es dann über den historischen Marktplatz in Richtung "Haller".
- Woher hat der Haller seinen Namen? Das leuchtet ein: Gegenüber der Burg – getrennt von dieser
durch 3 Seitentäler – liegt der Haller, ein Wachturm. Dort saß früher ein Wachtposten, der in
alle 3 Täler schauen konnte und sobald er Feinde sah, zur Burg rüber gerufen hat. Durch dieses
Rufen entwickelte sich ein Echo, das dann über das Tal bis zur Burg "hallte". Am Haller wird
natürlich eine Rufprobe gemacht, indem alle Kinder auf Kommando ganz laut und mit den Händen
trichterförmig vor dem Mund "hallo" rufen und dieses Wort kommt als Echo zurück. Es ist immer
ein großer Spaß für die Kinder, wenn auf der Burg dann Menschen zurückwinken.
- Dann schleicht man sich so langsam von hinten an die Burg heran, und vor der Fallbrücke,
die vor dem Eselsturm steht, erhalten die Kinder zwei Rammböcke, denn nun gilt es, die insgesamt
5 Tore der Burg aufzubrechen. Dies gelingt dann auch meist, so dass man durch einen Wehrturm hoch
zum Wehrgang klettern kann. Von da aus hat man einmal einen tollen Blick nach tief unten ins Tal,
aber auch auf den Innenhof der Burg, wo im Winter die "Lebende Krippe" und in den Sommermonaten
Opernfestspiele aufgeführt werden.
- Dann der eigentliche Höhepunkt und der Grund dafür, dass Taschenlampen unbedingt mitgebracht
werden müssen! Man steigt hinab in die dunklen Gänge, die von der Burg hinunter bis zum Eselsturm
führen. Ganz unten im Eselsturm angekommen, kommt es dann zu einer Mutprobe, indem die Kinder
gebeten werden, für kurze Zeit (man zählt bis 10 – ganz Mutige schaffen es auch bis 15) einmal
alle Taschenlampen auszuschalten.
- In einem hellen Raum, weil der über einige kleine Fenster verfügt und der auch mit Bänken
und einem "Plumpsklo" versehen ist, kann dann ein kleines Picknick abgehalten werden, bevor
man wieder hinaufsteigt in den Innenhof der Burg, wo zum Abschluss noch der obligatorische
Brunnen, der bis ins Rurtal hinunter in den Felsen gebohrt worden ist, und eine große Skizze
der Burg gezeigt werden. Im Anschluss an die Führung besteht dann noch die Möglichkeit, das
alte Gemäuer bis auf den letzten Winkel auf eigene Faust zu erkunden.
- Nach Erstürmung der Burg wissen die Kinder nun, wie eine Fallbrücke funktioniert, was
Enterhaken sind, haben einen Rammbock in der Hand gehabt, wissen warum eine Wendeltreppe sich
nach oben hin immer nach links dreht, warum Schießscharten so und nicht anders aussehen und
dass Monschau vieles für Kinder zu bieten hat.
Neben dieser Burgerstürmung gibt es eine Führung "Gute Geister – böse Geister" mit
Geschichten zum Schmunzeln über das Leben der Monschauer mit und gegen die Geister (auch
hierzu sollte eine Taschenlampe mitgebracht werden).
Es gibt aber auch spezielle Kinderfeste, wie Halloween (immer am letzten Wochenende im Oktober).
Halali - ein Fest rund um Jagd und Natur, bei dem Kinder eine Kinderjägerprüfung machen können
und auf dem Marktplatz die Greifvogelshow des Wildfreigeheges Hellenthal aufgeführt wird –
(dieses findet immer am 2. Wochenende im November statt).
Warum nicht einmal bei einem Kindergeburtstag oder mit 2, 3 oder mehr befreundeten Familien
diese kinderfreundlichen Angebote wahrnehmen?